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Glossar

Erklärungen und Erläuterungen zu wichtigen Politikbegriffen.

Außenpolitik - OECD

Eine der internationalen Organisationen, denen Österreich angehört, ist die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung - kurz OECD. Sie widmet sich nach eigenen Angaben der Förderung nachhaltigen Wirtschaftswachstums und den damit verknüpften Merkmalen. Dazu zählen vor allem das Fördern einer höheren Beschäftigungsquote, die Steigerung des Lebensstandards und die Sicherung finanzieller Stabilität. Die OECD gibt jährlich Studien zu verschiedensten Themen wie Korruption, Bildung oder Arbeitslosigkeit heraus und macht den einzelnen Staaten Verbesserungsvorschläge.
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Bildung - Schulen: Gesamtschule

Das Konzept der Gesamtschule sieht vor, dass alle Kinder bis zum Alter von mindestens 14 Jahren (in manchen Ländern auch bis 16 oder 18) die gleiche Schulform besuchen. Derzeit fasst das österreichische Schulsystem nur in den ersten vier Schuljahren alle Kinder gemeinsam in der Volksschule zusammen.
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Bildung - Schulen: Ganztagsschule

Die Diskussion um die Einführung von Ganztagsschulen wird in Österreich seit mehreren Jahrzehnten geführt, während diese Schulform in anderen Ländern (z.B. Frankreich, Schweden) schon lange verbreitet ist. Während derzeit Schüler und Schülerinnen hierzulande meist vormittags unterrichtet werden und im Anschluss zu Hause, in Horten oder in der schulischen Nachmittagsbetreuung Hausübungen machen und lernen, ist die Ganztagsschule darauf aufgebaut, dass ganztägige pädagogische Betreuung angeboten wird und sich Unterrichtseinheiten mit Erholungsphasen abwechseln.
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Bildung - Schulen: Harmonisierung von Lehrplänen und Bildungsstandards EU-weit

Die Harmonisierung der Hochschulsysteme innerhalb der EU ist im Rahmen des so genannten „Bologna-Prozesses“ geregelt. Ähnliche Ideen gibt es seitdem auch für Angleichungen des Pflichtschulbereichs; sie werden durch internationale Tests wie PISA verstärkt in der Öffentlichkeit diskutiert. Da die Schulsysteme der EU-Mitgliedsstaaten sehr verschieden sind (--> Glossareintrag „Gesamtschule“), wird vor allem die Angleichung nationaler Lehrpläne und Bildungsstandards für möglich gehalten.
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Bildung - Hochschulen: Abschaffen der Habilitation

Die Habilitation ist das Qualifikationsverfahren, das derzeit im Regelfall die Basis für die Lehrbefugnis an österreichischen Universitäten darstellt. Nach dem Abschluss des Doktorats sind dafür eine Habilitationsschrift und weitere Veröffentlichungen sowie Erfahrung in der wissenschaftlichen Lehre nötig.
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Bildung - Hochschulen - Studiengebühren

Studiengebühren bedeuten eine Beteiligung von Studierenden an der Finanzierung der Universitäten und zählen zu den großen politischen Konfliktpunkten in Österreich. Nach der Abschaffung in den 1970er Jahren wurden 2001 die Studiengebühren unter der ÖVP/FPÖ-Regierung und Bildungsministerin Elisabeth Gehrer in Höhe von 363,03 € wieder eingeführt. Dies führte zu zahlreichen Protesten der Studierenden und der Opposition. 2008 schließlich wurden umfassende Befreiungen beschlossen - für österreichische Studentinnen und Studenten, die ihr Studium in der Mindeststudienzeit zu einem Abschluss bringen. Studierende aus dem Nicht-EU-Ausland oder an Fachhochschulen (FH) bezahlen weiterhin Studiengebühren.
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Bildung - Hochschulen: Wahlrecht bei den ÖH-Wahlen 2011

Das aktive Wahlrecht zur ÖH-Wahl 2011 haben alle Studierenden, die bis zum 5.4.2011 für das Sommersemester 2011 inskribierten oder ihr Studium fortgesetzt haben. Das passive Wahlrecht hingegen, d.h. das Recht, zur Wahl zu kandidieren und sich wählen zu lassen, ist hingegen ordentlich inskribierten Studierenden aus dem EWR-Raum vorbehalten.
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Bildung - Hochschulen: Zusammensetzung der Senate

Die Zusammensetzung der Universitätssenate wird häufig kritisiert, da die Studierenden und der sog. "Mittelbau" zwar die Mehrheit der Universitätsangehörigen ausmachen, in den Senaten jedoch unterproportional vertreten sind.
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Bildung - Hochschulen: Duale Studien & Praktika

Als "Duale Studien" werden in Deutschland Hochschulstudien bezeichnet, die zusätzlich zu Lehrveranstaltung auch fixe, entlohnte Praxisblöcke in einem bestimmten Unternehmen vorsehen.
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Bildung - Hochschulen: Freier Hochschulzugang für alle EU-Bürger und Bürgerinnen

Die Debatte dreht sich in Österreich um dessen Verurteilung durch den Europäischen Gerichtshof (EuGH) am 7. Juli 2005. Österreich hatte bis dahin für ausländische Studierende den Nachweis eines Studienplatzes in ihrem jeweiligen Herkunftsland verlangt.
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Energie: Erneuerbare Energie

Energiegewinnung aus den erneuerbaren Energiequellen Wind, Wasser, Sonne (Solarenergie) und Biomasse (pflanzliche Brennstoffe wie Holz und Pellets) wird auch als „erneuerbare Energie“ oder „Alternativenergie“ bezeichnet, da sie in den letzten Jahrzehnten eine Alternative zu Atomstrom und zu den fossilen Brennstoffen Erdöl, Kohle und Erdgas aufgezeigt hat.
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Energie: Fossile Brennstoffe

Die Nutzung der sog. „fossilen Brennstoffe“ Erdöl, Erdgas, Braunkohle und Steinkohlesteht zur Zeit stark zur Debatte, vor allem, was die massive Umweltverschmutzung durch Kohlekraftwerke, den stetig steigende Ölpreis und schließlich die begrenzte Verfügbarkeit der fossilen Brennstoffe betrifft. . Vor allem seit der „Peak“, also der Punkt, an dem am meisten gefördert werden kann (und ab dem es mit den Fördermengen bergab geht) für Erdöl und Erdgas vermutlich überschritten wurde, ist die Frage nach einer Ablösung dieser Brennstoffe immer aktueller geworden.
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EU: Beitritt der Türkei

Der Beitritt der Türkei zur Europäischen Union wird seit Jahren diskutiert; offizielle Beitrittsverhandlungen finden seit 2005 statt. Für die Erweiterung gibt es – so wie für alle anderen Beitrittskandidaten – genau geregelte Rahmenbedingungen (z.B. Menschenrechte).
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EU: Europa der Regionen

Das Konzept „Europa der Regionen“ sieht vor, die Regionen (z. B. die Länder in Deutschland, die autonomen Regionen in Spanien, die Regionen in Frankreich und Italien sowie die Regionen und Gemeinschaften in Belgien) als »dritte Ebene« neben den einzelnen Nationalstaaten und der Europäischen Union in die Arbeit der europäischen Institutionen einzubeziehen.
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Familie - Kinderbetreuung

Aktuellen Statistiken zufolge besuchen 80% der Dreijährigen und über 95% der Fünfjährigen zumindest zeitweise eine Kinderbetreuungseinrichtung in Österreich (1). Diese Zahlen zeigen einen enormen Anstieg in den vergangenen zehn Jahren, wobei die Nachfrage nach kostengünstigen Betreuungsplätzen höher liegt als das Angebot. Die meisten Betreuungsplätze ab dem Kleinkindalter („Kinderkrippen“) werden in Wien angeboten (421). Die meisten Kindergärten gibt es in NÖ (984). Die wenigsten Betreuungsplätze für Kinder finden sich im Burgenland (unter 30 Kinderkrippen) und in Vorarlberg (keine Kinderkrippen seit 2002/2003).
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Familie: Kostenlose Verhütungsmittel

Österreich liegt mit mehr als 3000 Teenager-Schwangerschaften pro jahr im österreichischen Spitzenfeld, Tendenz steigend. Auch die zahl der Schwangerschaftsabbrüche bei Unter-18-Jährigen steigt stetig. Die Gründe dafür sind vielseitig: Jugendliche haben immer früher Sex, sind jedoch oft schlecht über Verhütung und Empfängnis informiert. Manche Jugendliche haben auch deshalb ungeschützten oder unregelmäßig geschützten Geschlechtsverkehr, weil sie teure Kosten für Verhütungsmittel scheuen. Gratiskondome, die bei ÄrztInnen, in Spitälern oder in Schulen abgegeben würden, könnten hier gegensteuern.
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Familie: Väterkarenz

Derzeit beziehen nur knapp 4% aller österreichischen Väter Kinderbetreuungsgeld, obwohl alte Rollenbilder in vielen Familien aufbrechen und viele junge Väter Karenz oder Elternteilzeit in Anspruch nehmen wollen. Ein Vergleich mit anderen Ländern ist dabei hilfreich: in Deutschland liegt die Rate der karenzierten Väter seit der Einführung des einkommensabhängigen Elterngelds bei 20% und in Island sind es gar 80% aller Männer.
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Gender: Einkommensschere Frauen - Männer

Frauen verdienen in Österreich nach wie vor in allen Beschäftigtengruppen deutlich weniger als Männer: Laut Rechnungshofbericht betrug im Jahr 2007 das mittlere Einkommen der Frauen (inkl. Lehrlinge) 59% des mittleren Männereinkommens. Die Einkommensnachteile sind je nach Arbeitsbereich unterschiedlich stark: besonders gravierend sind Unterschiede in der Privatwirtschaft. Ein Vergleich zwischen gleichwertig qualifizierten, ganzjährig Vollzeitbeschäftigten (keine Teilzeit, keine saisonale Anstellung) ergibt, dass der Median der Fraueneinkommen nur bei 78% der Männereinkommen liegt.
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Gender: Frauenförderung in Wirtschaft und Forschung

Viele Arbeitsfelder werden nach wie vor von Männern dominiert, weshalb es oft für Frauen nicht leicht ist, sich in diesen Bereichen zu behaupten und beruflich dort Fuß zu fassen. Die Politik kann hier aktiv gegensteuern; so will z.B. das Projekt "Töchtertag" Mädchen dazu ermutigen, Ausbildungen in technischen, handwerklichen und naturwissenschaftlichen Berufen zu ergreifen. Generell setzt sich in vielen Bereichen die Meinung durch, dass nicht nur Arbeitnehmerinnen, sondern auch Betriebe durch spezielle Frauenförderungsprogramme profitieren.
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Gender: Frauenhäuser

Frauenhäuser sind autonome Einrichtungen, in denen Frauen und ihre Kinder Schutz vor familiärer Gewalt suchen können. In diesen Häusern finden Frauen in Krisensituationen nicht nur eine vorübergehende Wohnmöglichkeit, sondern auch psychologische Beratung unabhängig von Einkommen, Religion oder Nationalität der bedrohten Frauen.
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Gender: Frauenquote

Mehr als die Hälfte, nämlich 51,58 Prozent, der österreichischen Bevölkerung sind Frauen (Statistik Austria, 2001). Trotzdem sind Frauen vor allem in gehobenen Positionen (z.B. Managementposten und Aufsichtsräten in der Privatwirtschaft, in Wissenschaft und Forschung, in Wirtschaftskammer, Industriellenvereinigung, ÖGB, etc.) noch immer unterrepräsentiert und haben dadurch weniger Gelegenheit zu Mitsprache in wichtigen Entscheidungsprozessen.
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Gesundheit: Pflege - Betreutes Wohnen

Betreutes Wohnen wird als Ergänzung zu mobilen sozialen Diensten, zu Teilbetreuungseinrichtungen (Tageszentren u.ä.) und zur stationären 24h-Pflege angeboten. Es handelt sich dabei um Wohnform, die sich mit ihrem Angebot v.a. an ältere, obdachlose und suchtkranke Menschen, sowie an Menschen mit gesundheitlichen Problemen und Behinderungen richtet, für die es schwierig ist, alleine zu leben. Betreutes Wohnen will diesen Personen ein selbstbestimmtes, möglichst selbständiges Leben ermöglichen und bietet ihnen dazu Hilfsdienste, Betreuung und Verpflegung in einem angepassten, barrierefreien Umfeld an.
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Gesundheit: Pflege in Österreich

Das System der Pflegevorsorge beruht in Österreich auf zwei Prinzipien, für deren Umsetzung jeweils der Bund oder die Bundesländer zuständig sind: einerseits dem Geldleistungsprinzip, andererseits dem Sachleistungsprinzip (Soziale Dienste). Die Regelungen sind von Bundesland zu Bundesland verschieden, weswegen in letzter Zeit immer öfter der Ruf nach einer bundesweiten Vereinheitlichung des Pflegesystems zu hören war.
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Gesundheit: Generelles Rauchverbot in Gastronomieeinrichtungen

In mehreren Mitgliedsländern der EU (z.B. Frankreich, Irland, Italien, Spanien, Estland, Grossbritannien, Deutschland) wurden in den letzten Jahren Rauchverbote in Hotellerie- und Gastronomieeinrichtungen eingeführt. Der Schutz von Angestellten in diesem Bereich wird als Hauptargument für die Einführung des Verbots genannt. Offiziellen Angaben zufolge sterben EU-weit pro Jahr mehr als 79.000 Menschen an den Folgen des Passivrauchens, wovon 7.000 Todesfälle durch Passivrauchen am Arbeitsplatz bedingt sind.
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Gesundheit: Lebensmittelkennzeichnung

Konsumenten und Konsumentinnen können informierte Kaufentscheidungen nur treffen, wenn sie in gut verständlicher Sprache klare Auskunft über die gewählten Produkte erhalten. Kennzeichnungen sind allerdings nicht immer ausreichend. Davon sind sowohl Fertigprodukte in Supermärkten, wie auch Speisen in der Gastronomie betroffen.
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Grundrechte: Gleichgeschlechtliche Ehe

Derzeit können in mehreren Staaten der Europäischen Union (z.B. Belgien, Niederlande, Spanien) gleichgeschlechtliche Paare heiraten. In anderen Ländern (z.B. Deutschland, Frankreich, England) gibt es eingetragene Partnerschaften, die wie eine Ehe auf dem Standesamt geschlossen werden und die rechtliche Stellung homosexueller Paare anerkennen.
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Grundrechte: Internetsperren

Das Schlagwort der „Internetsperren“ fällt meistens im Zusammenhang mit der Bekämpfung von Cyber-Kriminalität und der Verbreitung kinderpornografischer Inhalte. Staatliche Behörden sollen demnach in Kooperation mit den Internet-Providern den Zugang zu Seiten sperren, die strafrechtlich verfolgbare Inhalte zeigen.
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Grundrechte - Verbotsgesetz

Das Verbotsgesetz wurde in Österreich im Jahr 1947 beschlossen und untersagt die NSDAP und alle mit ihr verbundenen Organisationen (wie Hitlerjugend, SS, SA, etc.) sowie jede Betätigung für deren Ziele. Als Schutz gegen Erhebungen illegaler Nationalsozialistinnen und Nationalsozialisten („Werwolf-Organisationen“) wurden harte Strafen bis hin zu Todesstrafe und Verlust des gesamten Vermögens angedroht. Mittlerweile ist nur noch §3 des Verbotsgesetzes in einer abgeänderten Fassung von 1992 gültig. Die Abänderung („Novellierung“) wurde damit begründet, dass die harten Strafen Geschworenengerichte oftmals zu fragwürdigen Freisprüchen veranlasst hätten.
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Grundrechte/ Sicherheit: Verschärfung der Sicherheitsvorkehrungen auf Flughäfen

Nach dem Terroranschlag auf das World Trade Center in New York am 11. September 2001 wurden vielerorts Überwachung und Kontrolle massiv ausgeweitet. Besondere Aufmerksamkeit gilt den Sicherheitsmaßnahmen am Flughafen, derzeit verstärkt, weil der oben genannte Anschlag mittels Passagierflugzeugen verübt wurde.
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Grundrechte: Sterbehilfe und Sterbebegleitung

Man unterscheidet zwischen aktiver, passiver und indirekter Sterbehilfe. Aktive Sterbehilfe, d.h. das gezielte, direkte Herbeiführen des Todes eines Menschen aufgrund seines tatsächlichen oder mutmaßlichen Wunsches, ist in Österreich strafrechtlich verboten. Bislang haben in Europa nur Belgien, Luxemburg, die Niederlande und die Schweiz aktive Sterbehilfe in verschiedener Form legalisiert.
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Kunst, Kultur und Medien - Umgestaltung des Dr. Karl Lueger-Denkmals

Das Dr.-Karl-Lueger-Denkmal am gleichnamigen Platz im ersten Wiener Gemeindebezirk ist ein umstrittenes Thema der Stadtpolitik. Der Wiener Bürgermeister des ausgehenden 19. Jahrhunderts baute zwar die ÖVP-Vorgängerpartei der Christlich-Sozialen zu einer modernen Massenpartei aus und modernisierte Wien, war aber auch als polemischer Redner und Antisemit bekannt. Daher fordern einige Kritikerinnen und Kritiker die Umgestaltung des Denkmals, wobei die Diskussion durch die Ausschreibung der Universität für Angewandte Kunst Wien für ein „Mahnmal gegen Rassismus und Antisemitismus“ neuen Aufwind erhalten hat.
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Medien: Computer- und Videospiele mit gewalttätigen Inhalten

Anlässlich besonders schwerer Gewalttaten wie zuletzt dem Amoklauf in Winnenden wird immer wieder diskutiert, ob oder wie sehr ein Zusammenhang zwischen dem Konsum von Gewalt in Medien und dem Ausüben von Gewalt im sozialen Umfeld besteht. Besonders der Konsum von Computer- und Videospielen mit gewalttätigen Inhalten durch Jugendliche ist wissenschaftlich umstritten.
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Medien: Medienkonzentration

Die Pressefreiheit ist einer der Grundpfeiler moderner Demokratien, da eine Basis für mündige Entscheidungen der Bürger und Bürgerinnen im Zugang zu vielfältiger, gut recherchierter Information liegt. Medien haben also eine nicht unbeträchtliche Machtposition, da sie meinungsbildend wirken und dadurch auch Druck auf das politisches Geschehen ausüben können.
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Migration/ Grundrechte: Asyl

Asyl, der ständige Aufenthalt in einem neuen Land, wird von Menschen beantragt, die in ihrem Herkunftsland gefährdet sind, weil sie z.B. aufgrund ihrer politischen oder religiösen Überzeugung verfolgt werden oder weil ihr Land in einen Krieg verwickelt ist. Insgesamt lebten in Österreich im Jahr 2008 etwa 23.000 Asylwerber (Quelle: orf.at), die hier untergebracht, betreut und in Rechtsfragen beraten werden.
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Migration: Einsatz militärischer Mittel gegen Flüchtlinge

In den letzten Jahren sind hunderttausende Einwanderer an den Südküsten Europas (v.a. Spanien, Italien, Malta, Griechenland) gelandet. Flüchtlinge kommen meist aus afrikanischen Ländern, sowie aus Afghanistan und Pakistan und versuchen in kleinen Booten die Überfahrt nach Europa zu schaffen. Die derzeitige Infrastruktur ist nicht geeignet, mit so vielen Menschen zurechtzukommen, d.h. die Auffanglager, die für eine Versorgung der Flüchtlinge sorgen sollen, sind überfüllt. Eine Aufteilung der Flüchtlinge auf ganz Europa ist zwar diskutiert, aber noch nicht beschlossen worden.
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Minderheiten: MigrantInnenquote im öffentlichen Dienst

Österreicher und Österreicherinnen mit Migrationshintergrund sind im öffentlichen Dienst stark unterrepräsentiert. Laut einem im November 2008 von der Arbeiterkammer veröffentlichten Bericht sind vor allem Beschäftigte mit türkischem und ex-jugoslawischem Hintergrund nur selten in diesem Bereich beschäftigt, während rund ein Siebtel der Migranten und Migrantinnen aus Osteuropa hier Arbeit finden.
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Politische Mitbestimmung: Direktdemokratie

Unter Instrumenten der direkten Demokratie werden politische Entscheidungsverfahren mit starker Einbeziehung der Bevölkerung verstanden, d.h. nicht nur Politiker und Politikerinnen sind in den Prozess einbezogen, sondern alle teilnehmenden Staatsbürger und Staatsbürgerinnen. In Österreich sind auf Bundesebene drei Instrumente der direkten Demokratie vorgesehen: Volksabstimmung, Volksbefragung und Volksbegehren.
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Religion: Religionsfreiheit

In Österreich wird Religionsfreiheit durch das Staatsgrundgesetz, sowie durch die Menschenrechtskonvention, die im Verfassungsrang steht, garantiert. Aus rechtlicher Sicht dürfen also alle hier lebenden Menschen ihre religiöse Überzeugung frei ausüben und sind vor Diskriminierung und Verfolgung geschützt.
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Sicherheit: Assistenzeinsatz des Bundesheeres

Seit 1990 leistet das österreichische Bundesheer an der Staatsgrenze zu Ungarn Assistenz für dort stationierte Sicherheitsbehörden. Der Einsatz soll zur Stärkung der Sicherheit in der Umgebung beitragen und die Zahl von illegalen Grenzübertritten reduzieren. Die Sinnhaftigkeit des Assistenzeinsatzes im Grenzgebiet wird jedoch in Frage gestellt.
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Sicherheit: mehr Polizei

In den letzten Monaten wurde in den Medien häufig über ansteigende Kriminalitätsraten, vor allem bei Einbrüchen und Diebstählen, berichtet. Diesbezügliche Statistiken werden allerdings oft bezweifelt und entweder als "geschönt" oder aber als "übertrieben" dargestellt.
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Sicherheit: Nachbarschaftswachen und private Sicherheitsdienste

In den Medien wird häufig über ansteigende Kriminalitätsraten berichtet (--> siehe Glossarbeitrag: Sicherheit: mehr Polizei). Das Interesse an privaten Sicherheitsdiensten, Nachbarschaftswachen oder Bürgerwehren hat daher in den letzten Jahren stetig zugenommen.
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Sicherheit: Überwachungskameras

Die Installation von Videokameras im öffentlichen Raum wird üblicherweise damit begründet, dass Verbrechen verhindert werden sollen. Die Wirkung der Videoüberwachung wird von der Fachwelt jedoch relativ einhellig beurteilt: Es handelt sich dabei hauptsächlich um eine Erhöhung des subjektiven Sicherheitsgefühls, da kriminelle Aktivität auf andere Orte verlagert wird.
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Transparenz: Offenlegung der Parteien- und Wahlkampffinanzierung

Die Parteien- und Wahlkampffinanzierung erfolgt in der Regel über Mitgliedsbeiträge, staatliche Förderungen, Spenden, Kredite sowie über Parteisteuern von Mandatsträgern und Mandatsträgerinnen. Für mehr Transparenz und bessere Kontrollmöglichkeiten würde es sich empfehlen, wenn verbindlich alle Finanzierungsmittel der Parteien offen gelegt werden müssten. Bisher weigert sich jedoch der Großteil der Parteien dies zu tun.
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Verkehr: Landestankstellen

Im Kampf gegen die Teuerung haben einige österreichische Bundesländer (Kärnten, Burgenland) Billigdieselstellen eingeführt, an denen verbilligte Treibstoffe abgegeben werden. In den vergangenen Monaten wurde das Angebot von vielen Menschen begeistert aufgenommen, da es zu einer kurzfristigen finanziellen Erleichterung für die Kunden führt. Doch auch die Kritik an dem neuen System reißt seit seiner Einführung nicht ab.
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Verkehr: EU-weite Vereinheitlichung der Sicherheitsvorschriften

Jedes Jahr werden EU-weit bei 1,3 Millionen Verkehrsunfällen mehr als 40.000 Menschen getötet und 1,7 Millionen verletzt. Die Reduktion der Gefahrenquellen im Straßenverkehr wird daher in den Mitgliedsstaaten auf verschiedene Weise versucht.
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Wirtschaft: Sozialmärkte

Seit der erste Sozialmarkt Österreichs im Jahr 1999 in Linz eröffnet wurde, haben verschiedene Institutionen das Konzept aufgegriffen und Supermärkte etabliert, in denen Menschen mit geringem Einkommen Produkte des täglichen Bedarfs zu äußerst günstigen Preisen einkaufen können. Üblicherweise wird gegen Vorlage des Einkommensnachweises ein Einkaufspass ausgestellt. Pro Woche kann pro Person für 30 Euro (Warenwert in üblichen Supermärkten: 120-150Euro) eingekauft werden, Brot wird oft gratis verschenkt.
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Wirtschaft: Vermögenssteuer

Angesichts der Wirtschaftskrise wurde die Möglichkeit einer Erhöhung der vermögensbezogenen Steuern diskutiert. Diese sind in Österreich im internationalen Vergleich sehr gering bemessen und nehmen sogar ab. Steuern auf Vermögen belaufen sich in Österreich nur auf 0,5 % des BIP, d.h. nicht einmal auf ein Viertel des durchschnittlichen europäischen Niveaus. Die obersten 1% der Bevölkerung besitzen 34% des Gesamtvermögens, die obersten 10% gleich Zwei Drittel (70%) des Gesamtvermögens.
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Wirtschaft/ Bildung: Praktika

Nach Schätzungen der Arbeiterkammer Wien arbeiten derzeit in Österreich pro Jahr ungefähr 130.000 Jugendliche und junge Erwachsene in den Ferien im Rahmen eines Praktikums oder eines Ferialjobs. Doch erst seit kurzer Zeit ist die Absolvierung von Praktika neben oder nach der Ausbildung für viele Jugendliche und junge Erwachsene zu einem wichtigen Teil der Karriereplanung geworden.
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Wirtschaft - Arbeitslosigkeit: Schulungen und Vermittlung

Die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit sowie die Erhaltung von Arbeitsplätzen und das Schaffen neuer Stellen gehören zu den Kernaufgaben der Wirtschaftspolitik.
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